Propolis
Bei Propolis handelt es sich um Bienenharz. Diese kommt häufig an den Fluglöchern von Bienenstöcken vor. Man bezeichnet Propolis auch als Bienenleim, Bienenkittharz oder Kittharz, bzw. Kittwachs. Es ist ein natürlich vorkommendes Antibiotikum, bzw. ein Antimykotikum und ist ein Gemisch aus vielen unterschiedlichen Stoffen. Deren Zusammensetzung kann stark variieren. Propolis hat im Bienenstock die Aufgabe das Ausbrechen von Krankheiten zu verhindern.
Die Menschen im Alten Ägypten verwendeten das Propolis für die Einbalsamierung von Mumien, aber auch für die Desinfizierung von Speerwunden und von durch Pfeilen verursachte Wunden. Einen Einsatz als Wundbehandlungsmittel erfuhr Bienenharz auch noch im 2. Weltkrieg, angewandt von der Roten Armee. In heutiger Zeit hat Bienenharz den Einzug in die Alternativmedizin und Naturheilkunde geschafft. Es wird aber auch für die Herstellung von Holzlasur verwendet. Insbesondere in der Naturheilkunde findet Bienenharz Verwendung in Form von entzündungshemmenden Salben und von Mundwasser.
Eine direkte Anwendung findet Bienenharz dabei heute beim Auftreten von chronisch rezidivierenden Aphthen (also von einem entzündlichen Randsaum an der Schleimhaut). Benutzt zur Behandlung wird hier eine 10prozentige Propolislösung. Diese alkoholhaltige Lösung schmerzt zwar beim Auftragen etwas, doch lindernd der Propolisfilm den Schmerz auf der behandelten Stelle.
In der Alternativmedizin wird Propolis auch in der Krebstherapie eingesetzt, und zwar aufgrund seiner vermuteten cytotoxischen Wirkung. Für die Anwendung von Bienenharz in der Krebstherapie wurde sogar von der Universität Zagreb 2004 eine Studie erstellt. Hierfür wurden Mäusen künstlich Krebstumore eingepflanzt. Heraus kam bei der Studie, dass Bienenharz es vermag das Wachstum dieser Tumore zu hemmen. Angewandt wird Bienenharz aber insbesondere auch bei Sonnenbrand und auch bei der Zahnhygiene.



